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Yanis Varoufakis
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Yanis Varoufakis (griechisch ΓÎčÎŹÎœÎ·Ï‚ Î’Î±ÏÎżÏ…Ï†ÎŹÎșης,cite-ref-1[1] alternative Schreibweise Gianis Varoufakis, eigentlich Î™Ï‰ÎŹÎœÎœÎ·Ï‚ Î’Î±ÏÎżÏ…Ï†ÎŹÎșης Ioannis Varoufakis, * 24. MĂ€rz 1961 in Athen) ist ein griechischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker.

Er ist Autor mehrerer SachbĂŒcher. Bei der Parlamentswahl im Januar 2015 wurde er ĂŒber die Liste von Syriza erstmals ins griechische Parlament gewĂ€hlt und war vom 27. Januarcite-ref-2[2] bis zum 6. Juli 2015cite-ref-faz-13687214-3-0[3] Finanzminister im Kabinett Alexis Tsipras I. Zusammen mit weiteren Mitstreitern grĂŒndete er am 8. Februar 2016 die paneuropĂ€ische Partei DiEM25 und war fĂŒr die Europawahl am 26. Mai 2019 Spitzenkandidat der Partei MERA25, des deutschen Ablegers dieser Bewegung,cite-ref-4[4] mit der er jedoch kein Mandat fĂŒr das EuropĂ€ische Parlament erhielt.cite-ref-5[5] Bei der Parlamentswahl vom 7. Juli 2019 wurde er mit dem griechischen Ableger seiner Bewegung, der Partei MeRA25,cite-ref-6[6] erneut ins griechische Parlament gewĂ€hlt. Varoufakis besitzt neben der griechischen auch die australische Staatsangehörigkeit.

Contents

‱ Seit 2019
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Beruflicher Werdegang als Ökonom

Studium und LehrtÀtigkeit

Nach dem Erwerb der Hochschulreife an der Privatschule Moraitis in Athen studierte Varoufakis Wirtschaftsmathematik an der UniversitĂ€t Essexcite-ref-zeit-28022015-7-0[7] und mathematische Statistik an der UniversitĂ€t Birmingham. Zwischen 1983 und 1985 lehrte er zunĂ€chst in Essex, wo er zwei Jahre spĂ€ter mit einer Analyse der StreikaktivitĂ€ten von Gewerkschaftencite-ref-zeit-28022015-7-1[7] in Ökonomie promoviert wurde. Von 1986 bis 1988 war er Fellow und Lehrkraft an der UniversitĂ€t Cambridge. Zudem dozierte er an den UniversitĂ€ten von East Anglia, Glasgow und Sydney, bevor er im September 2000 als Professor fĂŒr Ökonomie an die Nationale und Kapodistrias-UniversitĂ€t Athen berufen wurde. Ab 2013 lehrte er als Gastprofessor an der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs der UniversitĂ€t Texas in Austin.cite-ref-8[8]

Kontakte zur Familie Papandreou

Zugang zur politischen Elite Griechenlands bekam Varoufakis im Alter von 17 Jahren. Bei der Parlamentswahl 1977 wurde mit Petros Moralis ein ehemaliger Mentor von ihm ins griechische Parlament gewĂ€hlt. Moralis war seinerzeit enger Vertrauter des Parteivorsitzenden der sozialdemokratischen PASOK, des spĂ€teren MinisterprĂ€sidenten Andreas Papandreou. Um seinen Förderer an dessen neuer WirkungsstĂ€tte zu erleben, suchte Varoufakis Moralis im Parlament auf. Dabei lernte er auch Papandreou persönlich kennen. Bereits 1975 trat Varoufakis’ Mutter der Griechischen Frauen-Union bei, deren Vorsitz Papandreous Frau Margarita innehatte. Papandreou, promovierter Ökonom an der Harvard University, stellte Varoufakis fĂŒr seine anstehende Bewerbung ein Empfehlungsschreiben aus. Im Jahr 2000 kehrte Varoufakis nach 23-jĂ€hrigem Auslandsaufenthalt nach Griechenland zurĂŒck.

Als Anfang 2004 Giorgos Andrea Papandreou, der Sohn des 1996 verstorbenen Andreas Papandreou, den Vorsitz der PASOK ĂŒbernahm, offerierte dieser Varoufakis eine TĂ€tigkeit als Wirtschaftsberater der Partei. Im Dezember 2006 distanzierte sich Varoufakis jedoch von Papandreou, weil er die wirtschaftspolitische Haltung der PASOK nicht mitverantworten wolle. Ab 2007 befasste er sich neben seinen TĂ€tigkeiten an der UniversitĂ€t Athen primĂ€r mit der globalen Finanzkrise, die zum Auslöser der griechischen Staatsschuldenkrise wurde.cite-ref-9[9]

Als Papandreou sich im April 2010, nachdem er erst wenige Monate zuvor zum MinisterprĂ€sidenten gewĂ€hlt worden war, an die EU wandte, weil es seiner Regierung nicht gelungen war, der entstandenen Rezession entgegenzuwirken, und der Staat von den KapitalmĂ€rkten so gut wie abgeschnitten war, wurde Varoufakis zu einem seiner schĂ€rfsten Kritiker. Die Minister der Eurozone beschlossen in Zusammenarbeit mit dem IWF, fĂŒr griechische Kredite zu bĂŒrgen, im Falle, dass diese festgesetzte Spar- und Reformauflagen umsetzen wĂŒrden, die durch abgesandte Kontrolleure ĂŒberwacht werden sollten. Diese Kontrollinstanz wurde spĂ€ter als Troika bekannt. Varoufakis erklĂ€rte, sein Land habe kein LiquiditĂ€tsproblem, es sei vielmehr schlicht pleite. Die gezahlten Gelder wĂŒrden das Problem nur in die Zukunft verlagern, jedoch nicht lösen. Die auferlegten Maßnahmen hĂ€tten zur Folge, dass die bereits angeschlagene Wirtschaft völlig zum Erliegen komme. Er empfahl stattdessen, geliehene Summen zu reinvestieren. Wichtig war ihm zu betonen, dass sich seine Kritik gegen die Politik von Papandreou richtete und nicht gegen diesen selbst als Person. Varoufakis trat immer hĂ€ufiger im Fernsehen auf und mit der Anzahl seiner Bewunderer stieg auch die Anzahl seiner Kritiker. WĂ€hrend die einen ihn dafĂŒr lobten, dass er auch schwierige Sachverhalte mit einfachen Worten wiedergeben könne, verurteilten ihn andere dafĂŒr, dass er sich zu sehr in die Politik einmische, von der er keine Ahnung habe und deren KomplexitĂ€t er als Ganzes nicht verstehe.

Der globale Minotaurus (2012)

International bekannt wurde Varoufakis durch sein in sechs Sprachen ĂŒbersetztes Buch The Global Minotaur (deutsch: Der globale Minotaurus) ĂŒber die Entstehung der Finanzkrise.cite-ref-10[10] Er verwendet darin die Metapher der Tribute an den Minotauros fĂŒr seine zentrale These, dass seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems Anfang der 1970er Jahre der grĂ¶ĂŸte Teil der Gewinne der deutschen, chinesischen und japanischen Industrie aus ExportĂŒberschĂŒssen in die USA zurĂŒckgeflossen sei und damit die stetig wachsende Verschuldung der USA erst ermöglicht habe. Der Verlag Zed Books zitierte die positive Rezeption des Buchs u. a. durch Steve Keen und Terry Eagleton.cite-ref-11[11] Als Experte gab Varoufakis immer hĂ€ufiger Interviews zur Weltwirtschafts- und Eurokrise im nationalen wie internationalen Fernsehen (z. B. auf den Sendern BBC, CNN, Sky News, RT und Bloomberg TV) und in der Presse. Sein Twitter-Account hatte vor seiner Ernennung zum Finanzminister fast 130.000 Follower.cite-ref-12[12]

Aufenthalt in den USA

Als im November 2011 der außen- wie innenpolitisch unter Druck geratene Papandreou zurĂŒcktrat und damit den Weg fĂŒr eine Übergangsregierung unter dem Technokraten Loukas Papadimos freimachte, verurteilte Varoufakis diesen Schritt; damit verschĂ€rfe die neue Regierung die AusteritĂ€tspolitik ihrer VorgĂ€nger. Das neugebildete Kabinett wurde auch von den bis dahin oppositionellen Konservativen unter Andonis Samaras getragen, die zuvor Papandreou fĂŒr die aufkommende humanitĂ€re Krise persönlich verantwortlich gemacht hatten, nun aber seine Politik fortfĂŒhrten.

Varoufakis selbst war inzwischen zu einer öffentlichen Person geworden. So trat er im Dezember 2011 in der Late-Night-Show Vradi auf und Ă€ußerte sich dort auch zu seinem Privatleben.cite-ref-13[13] Einige Wochen zuvor hatte er, wie er in einem Blog erwĂ€hnte, eine E-Mail erhalten vom MitbegrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Softwareunternehmens Valve Corporation, Gabe Newell, der durch einen seiner AufsĂ€tze zur Finanzkrise und seinen Blog auf ihn aufmerksam geworden war. Nach einem persönlichen Treffen bot ihm Newell eine TĂ€tigkeit im Unternehmen an.cite-ref-14[14] So wirkte er ab MĂ€rz 2012 zunĂ€chst ein Jahr lang als Ökonom und Analyst und ab MĂ€rz 2013 als Berater des Softwareentwicklers. Über die Ergebnisse seiner Forschungen berichtete er in einem hauseigenen Blog.cite-ref-15[15] Seine Analysen flossen in Spiele wie Team Fortress 2, Dota 2 oder Counter-Strike: Global Offensive eincite-ref-16[16] und er forschte empirisch ĂŒber die Vertriebsplattform Steam, die ihren Marktanteil im Oktober 2013 auf 75 % ausweiten konnte.cite-ref-17[17] DarĂŒber hinaus widmete er sich wieder der Lehre, ab 2013 als Gastprofessor an der University of Texas.

Auch dort verfolgte Varoufakis das politische Geschehen in Griechenland und berichtete darĂŒber in BeitrĂ€gen, unter anderem fĂŒr die New York Times und Boston Review. In einer seiner Kolumnen erklĂ€rte er, warum er und seine Partnerin Griechenland verlassen hĂ€tten; er machte die desolaten UmstĂ€nde an den FakultĂ€ten des Landes mit mehrfachen GehaltskĂŒrzungen und mangelnden Arbeitsperspektiven auch fĂŒr die Auswanderung vieler Absolventen und Kollegen verantwortlich. Er habe zudem Anfang 2012 mehrmals, telefonisch und schriftlich, anonyme Todesdrohungen erhalten, die sich nicht nur gegen ihn, sondern auch gegen seine Familie sowie seine im Ausland lebende Tochter gerichtet hĂ€tten.cite-ref-18[18] Seit dem Regierungsantritt von Papadimos war er nicht mehr bei der staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt ERT zu sehen; er protestierte jedoch im Juni 2013 gegen deren Schließung und bezeichnete den Schritt als „barbarisch“.cite-ref-19[19] Hierzu veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung einige Tage spĂ€ter eine Übersetzung eines Beitrags von Varoufakis mit dem Titel „Warum das Staatsfernsehen ERT nicht sterben darf“.cite-ref-20[20]

Wirtschaftspolitische Standpunkte

Varoufakis’ volkswirtschaftlicher Standpunkt wurde von einem Analysten als „John Maynard Keynes mit einem Hauch von Karl Marx“ beschrieben.cite-ref-guardian-21-0[21] Die Neue ZĂŒrcher Zeitung bezeichnete ihn als Pragmatiker, der mit den europĂ€ischen Kollegen eine fĂŒr beide Seiten akzeptable Lösung suchen wolle.cite-ref-nzz-22-0[22] Varoufakis selbst begreift sich als dezidierten, aber unorthodoxen Marxisten, wie er in einem Vortrag Im Jahr 2013 darlegte,cite-ref-23[23] der 2015 als Artikel im Guardian leicht verĂ€ndert wieder erschienen ist.cite-ref-24[24] Er bekennt sich darin in der Substanz zu Marx’ Analyse des Kapitalismus und als klaren Gegner sowohl des wirtschaftswissenschaftlichen „neoliberalen Mainstreams“ als auch des Neokeynesianismus. Seine Distanz zu Marx resultiert ihm zufolge einerseits aus dessen zu unkritischer Voraussicht der politischen Folgen seiner Theorie und andererseits daraus, dass Marx in mathematischen Modellen befangen sei, was ihn zu einem gewissen deterministischen Denken fĂŒhre.

Er ist ein strikter Gegner der AusteritĂ€tspolitik als Antwort auf die griechische Staatsschuldenkrise.cite-ref-profil-2015-25-0[25] Seiner Ansicht nach „wurden hohe Verluste aus den BĂŒchern der Banken auf die schwachen Schultern der griechischen Steuerzahler verschoben in dem vollen Bewusstsein, dass die Kosten, weil die griechischen Schultern zu schwach dafĂŒr waren, auf Deutschland, die Slowakei, Finnland, Portugal und so weiter ĂŒberschwappen wĂŒrden“. Nicht Griechenland sei gerettet worden, sondern international agierende Banken und verschiedene Hedgefonds. Da durch die drastischen Sparauflagen die Einkommen griechischer Arbeitnehmer um ein Viertel reduziert wurden und gleichzeitig die Lebenshaltungskosten stiegen, sei es sowohl fĂŒr die öffentliche Hand als auch fĂŒr den privaten Sektor in Griechenland unmöglich geworden, alte und neue Kredite zurĂŒckzuzahlen.cite-ref-spon-26-0[26]

In seinem erstmals 2010 zusammen mit Stuart Hollandcite-ref-27[27] und (ab der 4. Auflage 2013) mit James K. Galbraith veröffentlichten „A Modest Proposal for Resolving the Eurozone Crisis“cite-ref-28[28] schlug Varoufakis die folgenden Punkte vor: die Banken der hochverschuldeten Staaten direkt unter die Aufsicht der EZB zu stellen, die Schulden der sĂŒdeuropĂ€ischen LĂ€nder, sofern sie „Maastricht-konform“ sind (d. h. der Anteil, der unter 60 % des BIP liegt) mit UnterstĂŒtzung der EZB erneut als Schuldverschreibungen auf den Markt zu bringen, einen europĂ€ischen Investitionsfonds und ein Notprogramm finanziert aus Zinszahlungen auf Target2-Verbindlichkeiten einzufĂŒhren. Die Autoren nennen ihren Vorschlag „modest“ (dt.: bescheiden), weil sie der Ansicht sind, dass die europĂ€ischen Institutionen dadurch nicht grundsĂ€tzlich verĂ€ndert wĂŒrden. Den vorgeschlagenen EuropĂ€ischen Investitionsfonds könne man, so Varoufakis Anfang 2015, auch „Merkel-Plan“ nennen – in Anlehnung an den „Marshallplan“ der 1950er Jahre.cite-ref-handelsblatt-29-0[29] Der Bremer Ökonom Hans-Heinrich Bass bezeichnete die VorschlĂ€ge von Varoufakis, Holland und Galbraith zustimmend als „unkonventionell, aber europa-konform“. Bass spricht im Zusammenhang mit der Umschuldung von einem „Reinwaschen“ eines Teils der Schulden, nĂ€mlich der „guten“, d. h. mit einem physischen Gegenwert (beispielsweise in der Infrastruktur) gesicherten, Schulden.cite-ref-30[30] DemgegenĂŒber bezeichnete der Journalist Christian Reiermann in Der Spiegel die VorschlĂ€ge als „Wolkenschiebereien“.cite-ref-31[31] Der Text der drei Autoren ist am 27. Februar 2015 unter dem Titel Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise in deutscher Übersetzung erschienen.

Varoufakis hat darĂŒber hinaus neue Begriffe geprĂ€gt, um aktuelle Entwicklungen zu fassen: In jĂŒngeren Arbeiten und Interviews spricht er vom globalen AusteritĂ€tsregime und vor allem vom Technofeudalismus, einem von großen Tech-Konzernen dominierten Wirtschaftssystem. So formulierte er 2023 in seinem Buch Technofeudalism: What Killed Capitalism, der klassische Kapitalismus sei tot und durch eine neue Ordnung der Techno-Feudalwirtschaft ersetzt.cite-ref-32[32]

Standpunkt zu Israel

Varoufakis forderte 2022 mit einer Unterschriftenkampagne den Boykott Israels durch die EU.cite-ref-33[33] Er wurde fĂŒr seine Weigerung kritisiert, den Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 zu verurteilen.cite-ref-34[34]

Politische Laufbahn

Kontakte zu Syriza

Auf die Frage, ob er sich selbst als Politiker vorstellen könne, entgegnete Varoufakis stets, dass er sich in der Rolle eines Vermittlers sehe, der sich als Ansprechpartner aller Parteien, mit Ausnahme der antidemokratischen, verstehe. Von daher stand er mit vielen Abgeordneten im Dialog, so auch mit Alexis Tsipras. Nachdem sich die Nea Dimokratia der Übergangsregierung Papadimos angeschlossen und Varoufakis seine neue Arbeitsstelle in den USA angetreten hatte, legte er zu den Parlamentswahlen 2012 seine neutrale Haltung erstmals ab und bekannte sich öffentlich zu den „radikalen Linken“ der Partei SYRIZA.cite-ref-35[35] In ihnen sah er die demokratischste aller Möglichkeiten, Europa zu verbessern und das Land aus der AusteritĂ€t, d. h. der staatlichen Sparpolitik zu fĂŒhren. Als ihm Tsipras Anfang 2014 vorschlug, fĂŒr die kommende Europawahl fĂŒr Syriza zu kandidieren, lehnte Varoufakis ab. Er fĂŒhle sich geehrt, schrieb er in einem Beitrag, aber er sehe sich weiterhin nicht als Politiker. Als sich gegen Ende desselben Jahres dann abzeichnete, dass es zu einer vorgezogenen Parlamentswahl kommen könnte, forderte Tsipras Varoufakis auf, sich im Falle eines Wahlsiegs mit Syriza zusammen der Verantwortung zu stellen, um einen Weg aus der Krise zu finden. Inzwischen waren Griechenlands Staatsschulden grĂ¶ĂŸer als zu Beginn der Krise und das Land litt unter einer Massenarbeitslosigkeit von ĂŒber 26 %, der höchsten in ganz Europa. Etwa 230.000 Unternehmen hatten seit Anfang 2010 Konkurs angemeldet, die Wirtschaftsleistung des Landes war um ein Viertel eingebrochen.cite-ref-36[36] Varoufakis bekrĂ€ftigte, eine Mitwirkung an einer Regierung mit Syriza wĂ€re nur möglich, wenn sie vom griechischen Volk legitimiert und gewĂŒnscht wĂ€re. So kandidierte er fĂŒr die Parlamentswahl 2015 im Wahlbezirk Athen B und wurde mit 135.638 Stimmen als Abgeordneter mit den meisten Stimmen bei dieser Wahl ins griechische Parlament gewĂ€hlt.cite-ref-37[37]

Finanzminister

Am 27. Januar 2015 berief der tags zuvor zum MinisterprĂ€sidenten vereidigte Alexis Tsipras Varoufakis zum Finanzminister seines Kabinetts, unter anderem zustĂ€ndig fĂŒr die Verhandlungen mit den Partnern der Eurozone. Ihm zur Seite gestellt wurde Giannis Dragasakis, der die Aufsicht ĂŒber die Bereiche Wirtschaft und Finanzen in der Regierung Tsipras fĂŒhrt.

In seiner ersten offiziellen Amtshandlung empfing er am 30. Januar 2015 Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem, der nach Athen gereist war, um der neuen griechischen Regierung mitzuteilen, dass die Eurozone mit ihrer bisherigen Politik fortfahren werde, und um seinen Kollegen zu erklĂ€ren, dass die Euro-Gruppe erwarte, dass die mit der vorherigen Regierung vereinbarten Regelungen auch von der neuen Regierung umgesetzt werden mĂŒssten und nicht verhandelbar seien. Dem entgegnete Varoufakis, sie seien gewĂ€hlt worden, um mit den europĂ€ischen Partnern die Auflagen neu zu verhandeln; unter der neuen Regierung werde es keine weiteren Gehalts- und RentenkĂŒrzungen geben, welche die Troika von der griechischen Regierung fordere. Als Dijsselbloem auf der anschließenden Pressekonferenz seine Position erneut bekrĂ€ftigte und Ă€ußerte, einseitige Schritte oder das Ignorieren bisheriger Vereinbarungen seien kein Schritt nach vorne, kam es zum Eklat. Varoufakis teilte mit, dass man mit der Troika in der bisherigen Form nicht weiter zusammenarbeiten werde. Daraufhin wurde die Pressekonferenz beendet.cite-ref-38[38]cite-ref-39[39] Damit war Varoufakis zum Gesicht der finanzpolitischen Krise geworden. Das mediale Interesse am griechischen Finanzminister stieg enorm; fortan berichtete vor allem die deutschsprachige Medienwelt zunĂ€chst fast tĂ€glich ĂŒber Varoufakis, zum Missfallen mancher europĂ€ischer Kollegen. Zunehmend fand sich Varoufakis von seinen europĂ€ischen Kollegen isoliert, da sich die griechische Seite weiterhin weigerte, erneute Gehalts- und RentenkĂŒrzungen zu akzeptieren, um die humanitĂ€re Krise nicht weiter zu verschĂ€rfen. Ihren negativen Höhepunkt erlebten die Verhandlungen beim Eurogruppentreffen Ende April 2015 in Riga. Einige Diplomaten, die der Tagung beiwohnten, berichteten der Presse von persönlichen Beleidigungen gegenĂŒber dem griechischen Finanzminister. Darauf angesprochen bestĂ€tigte Varoufakis zwar einen angeregten Dialog mit anderen Finanzministern, dementierte aber persönliche Beleidigungen gegenĂŒber seiner Person. Überwiegend deutsche Medien berichteten dennoch, in Athen spiele man mit dem Gedanken, Varoufakis abzusetzen. Dem widersprach die griechische Regierung.cite-ref-40[40] Jedoch berief Tsipras an Varoufakis’ Stelle Efklidis Tsakalotos als Leiter der Verhandlungsdelegation mit der BegrĂŒndung, er wolle dadurch den Finanzminister in den weiteren Verhandlungen stĂ€rken.cite-ref-41[41] Tsakalotos war zu der Zeit als stellvertretender Außenminister mit zustĂ€ndig fĂŒr internationale Wirtschaftsbeziehungen und sollte GesprĂ€chsablĂ€ufe zwischen den Institutionen und der griechischen Regierung besser koordinieren. Diesen Schritt interpretierten zahlreiche Medien im In- und Ausland als Teilentmachtung des Finanzministers. Dies war jedoch nicht die erste Medienkontroverse um seine Person.

Varoufakis zeichnete einen Teil der GesprÀche um die Schuldenkrise auf, wie im MÀrz 2020 bekannt wurde.cite-ref-spiegel-2020-03-86-42-0[42]

Medienkontroversen

Varoufakis meinte in einem Interview,cite-ref-43[43] dass die Kredite an Griechenland nicht funktionierten, sondern vielmehr in ein schwarzes Loch wanderten; dennoch wĂŒrde unter anderem von Deutschland unverĂ€ndert weitergezahlt. Er plĂ€dierte fĂŒr einen klĂŒgeren Umgang mit den Ausgaben und verwahrte sich dagegen, vom deutschen Steuerzahler Geld zu leihen, um damit die EZB auszuzahlen. Aus diesem Zusammenhang heraus wurde von einigen Medien 2015 vielfach der Satz „Was immer die Deutschen sagen, sie werden zahlen“ so zitiert, als habe er Deutschland damit drohen wollen. Auf diese Mediendarstellung, die naturgemĂ€ĂŸ heftige Kritik heraufbeschwor,cite-ref-bildblog-44-0[44] antwortete Varoufakis, er hoffe, dass es sich bei dieser Darstellung nicht um Absicht handle.cite-ref-45[45]

2013 erlĂ€uterte Varoufakis wĂ€hrend eines Vortrags seinen Vorschlag, dass Griechenland im Januar 2010, wie unlĂ€ngst Argentinien, die ZahlungsunfĂ€higkeit gegenĂŒber den GlĂ€ubigern hĂ€tte erklĂ€ren sollen. Dieses Vorgehen wĂŒrde laut Varoufakis dem Land heute jedoch schaden. Als Hauptunterschiede zur Situation in Argentinien nannte er die griechische Wirtschaftsstruktur und die Gegebenheiten in der Eurozone, deren Mitglied Griechenland bleiben soll.cite-ref-spieg-46-0[46] Seinem Vorschlag hatte Varoufakis folgendes wörtlich hinzugefĂŒgt: „
 and stick the finger to Germany and say 'well, you can now solve this problem by yourself'.“ Die Frage, ob dieser „Stinkefinger“ wörtlich gegen Deutschland gerichtet bzw. ob das entsprechende Video ĂŒberhaupt echt war, löste im Nachgang auch international eine heftige mediale Debatte aus.cite-ref-47[47]

Referendum und RĂŒcktrittserklĂ€rung

Nachdem am 27. Juni 2015 Premierminister Tsipras ein Referendum ĂŒber die Verhandlungen mit den GlĂ€ubigerinstitutionen angekĂŒndigt hatte, bat Varoufakis beim Eurogruppentreffen desselben Tages um eine VerlĂ€ngerung des auslaufenden Programms um einige wenige Tage, damit das Referendum umgesetzt werden könne. Nachdem diese Forderung abgelehnt worden war, verließ die griechische Delegation das Eurogruppentreffen, wĂ€hrend die Finanzminister der ĂŒbrigen Staaten das Treffen fortsetzten. Auf Nachfrage erklĂ€rte Varoufakis, Jeroen Dijsselbloem habe ihn aufgefordert, die griechische Delegation möge den weiteren Beratungen fernbleiben. Dieser stellte das Fernbleiben des griechischen Finanzministers spĂ€ter jedoch als dessen Wunsch dar.cite-ref-48[48]

Nach Bekanntgabe des Referendums hatte Varoufakis seinen RĂŒcktritt fĂŒr den Fall angekĂŒndigt, dass die Mehrheit der WĂ€hler der Empfehlung der Regierung Tsipras, das Angebot der Eurogruppe abzulehnen, nicht folgen wĂŒrde. Bei der Abstimmung am 5. Juli votierte mit 61,31 Prozent eine deutliche Mehrheit der Griechen mit Nein. Dennoch kĂŒndigte Varoufakis am 6. Juli 2015 seinen RĂŒcktritt noch fĂŒr denselben Tag ancite-ref-49[49] mit der BegrĂŒndung, mehrere Mitglieder der Eurogruppe wĂŒnschten seine „Abwesenheit“ bei ihren Treffen; er wolle weiteren Verhandlungen nicht im Wege stehen.

Europawahl 2019

Spitzenkandidat in Deutschland zur Europawahl

Am 25. November 2018 wurde er bei einer Aufstellungsversammlung der deutschen Sonstigen Politischen Vereinigung Demokratie in Europa (Ableger seiner Bewegung Democracy in Europe Movement 2025, DiEM25 mit UnterstĂŒtzung der deutschen Kleinpartei Demokratie in Bewegung) zum Spitzenkandidaten fĂŒr die Europawahl am 26. Mai 2019 gewĂ€hlt.cite-ref-50[50]

Im April erklĂ€rte er in der FAZ: „Wenn ich ins [Europa-]Parlament gewĂ€hlt werden sollte, werde ich den WĂ€hlern meine VorschlĂ€ge unterbreiten, wie man die Dinge in Europa verbessern kann – und danach werde ich das Parlament verlassen, um Wahlkampf in Griechenland [Parlamentswahlen] zu machen. Meinen Sitz wird dann Daniela Platsch ĂŒbernehmen, eine sehr fĂ€hige Ökonomin. Ich glaube, die WĂ€hler werden das verstehen.“cite-ref-faz190426-51-0[51]

Mit seiner paneuropĂ€ischen Bewegung DiEM25 hofft er, bei der Europawahl 2019 den „Grundstein fĂŒr einen sozial-ökologischen Paradigmenwechsel in Europa“ legen zu können. Die Kernforderung seiner Bewegung ist der „EuropĂ€ische Green New Deal“, der fĂŒr fĂŒnf Jahre jĂ€hrliche Investitionen im Umfang von 500 Milliarden Euro in Klimaschutz und die Entwicklung grĂŒner Technologien in ganz Europa vorschlĂ€gt. Das Geld soll von der EuropĂ€ischen Investitionsbank (EIB) ĂŒber Anleihen, die von privaten Investoren erstanden werden können, bereitgestellt werden. Varoufakis verspricht außerdem, mit diesem Konjunkturpaket neue Jobs zu schaffen und so das „kolossale Versagen Europas“ in der Energie- und Sozialpolitik zu lindern. Daneben fordert DiEM25 unter anderem ein bedingungsloses Grundeinkommen, eine verpflichtende Abgabe fĂŒr Technologieunternehmen und einen europĂ€ischen Mindestlohn.cite-ref-faz190426-51-1[51]

Bei der Wahl konnte die Partei 130.072 Stimmen in Deutschland erringen. Das entsprach einem Stimmanteil von 0,3 %, reichte jedoch fĂŒr keines der 96 deutschen Mandate fĂŒr das EuropĂ€ische Parlament und lag unter der Schwelle von 0,5 Prozent, ab der die Partei AnsprĂŒche auf öffentliche Finanzierung erhĂ€lt.cite-ref-52[52]

Seit 2019

Die Bewegung DiEM25 grĂŒndete in Griechenland eine Partei mit dem Namen MeRA25. Diese erlangte in der Parlamentswahl in Griechenland 2019 3,44 % der Stimmen und entsandte somit 9 Abgeordnete ins griechische Parlament – darunter auch Yanis Varoufakis, der Schauspieler Kleon Grigoriadis und die Leichtathletin Sofia Sakorafa. MeRA25 verpasste bei den Parlamentswahlen 2023 den Wiedereinzug ins Parlament.

WĂ€hrend seiner Parlamentszeit grĂŒndete Varoufakis zusammen mit Bernie Sanders die Progressive Internationalecite-ref-53[53]cite-ref-54[54] und rief mit Jeremy Corbyn und Ece Temelkuran zusammen zu einer Neuen Blockfreien Bewegung auf.cite-ref-55[55]

Yanis Varoufakis ist weiterhin bei DiEM25 maßgeblich beteiligt, doziert an der UniversitĂ€t Athen und bringt regelmĂ€ĂŸig neue WirtschaftsbĂŒcher heraus.

Einreiseverbot fĂŒr Deutschland wĂ€hrend des PalĂ€stina-Kongresses 2024 in Berlin

Im April 2024 soll laut Presseberichten das deutsche Bundesministerium des Innern aus Anlass des PalÀstina-Kongresses in Berlin ein Verbot der Einreise gegen Varoufakis verhÀngt haben.cite-ref-56[56]cite-ref-57[57]cite-ref-0-58-0[58] Varoufakis selbst gab auf X an, gegen ihn sei zudem ein Verbot der politischen BetÀtigung erlassen worden.cite-ref-0-58-1[58] Auch die Bundespolizei soll im Rahmen der Auflösung des Kongresses von einem politischen BetÀtigungsverbot gesprochen haben.cite-ref-1-59-0[59]

Nachdem es widersprĂŒchliche Angaben zu dem Vorfall gegeben hatte, veröffentlichte die Frankfurter Rundschau einen Auszug aus dem Schriftwechsel zwischen Varoufakis’ Rechtsanwalt und der Bundespolizei. Demnach bestand befristet fĂŒr die Dauer der Veranstaltung ein Einreiseverbot.cite-ref-1-59-1[59] Ein Verbot der politischen BetĂ€tigung wurde laut Presseberichten gegen Varoufakis nicht verhĂ€ngt.cite-ref-1-59-2[59]cite-ref-0-58-2[58]

Privatleben

Varoufakis schildert in seinem Buch Die ganze Geschichte auch seine familiĂ€re Herkunft. Sein Vater Giorgios stammte aus einer in Ägypten lebenden griechischen Familie und wanderte im Jahr 1945 als 20-jĂ€hriger Bankangestellter nach Griechenland aus, um in Athen Chemie zu studieren. Als Studentensprecher wurde er aus politischen GrĂŒnden vier Jahre interniert. Yanis Varoufakis’ Mutter Eleni wurde wĂ€hrend der Haft seines Vaters als erste Frau zum Chemiestudium an der UniversitĂ€t Athen zugelassen und spĂ€ter von einer faschistischen Organisation dafĂŒr angeworben, „auf Schritt und Tritt einem Kommilitonen zu folgen, der ebenfalls Chemie studierte und gerade erst aus dem Lager entlassen worden war“.cite-ref-60[60] Seine Mutter habe spĂ€ter in den 1970er Jahren eine wichtige Rolle in der griechischen Frauenbewegung gespielt.

Yanis Varoufakis war in erster Ehe mit einer Australierin griechischer Herkunft verheiratet. Nach elf Jahren trennte sich das Paar und seine Exfrau kehrte mit der gemeinsamen Tochter nach Australien zurĂŒck. Seit 2005 lebt er, inzwischen auch wieder verheiratet, mit der KĂŒnstlerin und Galeristin Danae Stratou zusammen.cite-ref-61[61]cite-ref-62[62]cite-ref-63[63] 2010 grĂŒndete das Paar die gemeinnĂŒtzige Organisation Vital Space, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf weltweit herrschende MissstĂ€nde aufmerksam zu machen.cite-ref-64[64]

Veröffentlichungen

‱ mit David P. T. Young (Hrsg.): Conflict in Economics. London 1990, ISBN 0-7450-0559-4.
‱ Rational Conflict. Blackwell 1991, ISBN 0-631-16606-8.
‱ mit Shaun P. Hargreaves Heap: Game Theory: A critical introduction; Routledge 1995, ISBN 0-415-09403-8. Zweite ĂŒberarbeitete Auflage: Game Theory: A critical text, 2004, ISBN 0-415-25095-1.
‱ Foundations of Economics: A beginner’s companion. Routledge 1998, ISBN 0-415-17892-4.
‱ (Hrsg.): Game Theory. Critical Concepts in the Social Sciences. 5 BĂ€nde. Routledge 2001, ISBN 0-415-22240-0.
‱ mit Joseph Halevi und Nicholas J. Theocarakis: Modern Political Economics: Making sense of the post-2008 world. Routledge 2011, ISBN 978-0-415-42888-0.
‱ The Global Minotaur: America, the True Origins of the Financial Crisis and the Future of the World Economy. Zed Books 2011, ISBN 978-1-78032-014-4; 2. aktual. Aufl., 2013, ISBN 978-1-78032-450-0.

‱ Der globale Minotaurus. Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft. Kunstmann 2012, ISBN 978-3-88897-754-1.

‱ Vorabdruck eines Auszugs in Le Monde diplomatique, 10. Februar 2012.
‱ Christiane MĂŒller-Lobeck: König Minos an der Wall Street. Rezension, taz, 15. MĂ€rz 2012.

‱ Economic Indeterminacy: A personal encounter with the economists’ most peculiar nemesis. Routledge 2013, ISBN 978-0-415-66849-1.
‱ mit Stuart Holland, James K. Galbraith: A Modest Proposal for Resolving the Eurozone Crisis. Version 4.0. 2013 (PDF (PDF; 178 kB)).

‱ Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise. Kunstmann 2015, ISBN 978-3-95614-051-8 (64 S.).cite-ref-sz-65-0[65]

‱ Time for Change. Wie ich meiner Tochter die Wirtschaft erklĂ€re. Hanser 2015, ISBN 978-3-446-44524-6.

‱ Auszug in Dschungel. Beilage zu Jungle World, 29, 16. Juli 2015, S. 18–23.
‱ Rezension in Die Zeit, 9. Juli 2015 (Auszug daraus bei Perlentaucher).

‱ Die EU braucht einen radikalen Politikwechsel. Gastbeitrag bei zeit.de 18. Juli 2016.
‱ Das Euro-Paradox. Wie eine andere Geldpolitik Europa wieder zusammenfĂŒhren kann. Kunstmann 2016, ISBN 978-3-95614-126-3.
‱ Jenseits der Mauern, Der Freitag, 26. Januar 2017.
‱ Die ganze Geschichte. Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment. Kunstmann 2017, ISBN 978-3-95614-202-4 (englischer Originaltitel: Adults in the room).
‱ And the Weak Suffer What They Must? Europe, Austerity and the Threat to Global Stability. Vintage 2017, ISBN 978-1-78470-411-7.
‱ Another Now: Dispatches form an Alternative Present, Bodley Head 2020, ISBN 978-1-84792-564-0.cite-ref-66[66]

‱ Ein Anderes Jetzt: Nachrichten aus einer alternativen Gegenwart. Kunstmann 2021, ISBN 978-3-95614-459-2.

‱ Technofeudalism: What Killed Capitalism, Bodley Head 2023, ISBN 978-1-84792-727-9.cite-ref-67[67]

‱ Technofeudalismus. Was den Kapitalismus tötete. Kunstmann 2024, ISBN 978-3-95614-604-6.

Literatur

‱ Charalambos Gantotis, Christiane MĂŒller-Lobeck: Athener Wirtschaftsforscher ĂŒber die Krise: „Die Deutschen drehen immer durch“. In: Die Tageszeitung. 23. April 2012 (Interview).
‱ Andreas Hoffmann, Marc Goergen: „Wir werden sie zertrĂŒmmern!“ In: Stern. Nr. 8, 12. Februar 2015, S. 40–45 (Interview).
‱ Steve Keen: My Friend Yanis, The Greek Minister Of Finance. In: Forbes Magazine. 31. Januar 2015.
‱ Matt Wade: Sydney left „indelible impression“ on new Greek finance minister Yanis Varoufakis. In: The Sydney Morning Herald. 31. Januar 2015.
‱ Philipp Metzger: Was will Varoufakis eigentlich? In: dieZukunft April 2015.

Weblinks

Commons

: Yanis Varoufakis

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Yanis Varoufakis im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
‱ Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Yanis Varoufakis bei Perlentaucher
‱ Privater Blog von Yanis Varoufakis (englisch)
‱ Talking to Yanis Varoufakis auf YouTube – GesprĂ€ch von Harald Schumann mit Varoufakis, 2015. VollstĂ€ndiges Interview aus der Dokumentation Macht ohne Kontrolle – Die Troika
‱ Sechs Fragen an Yanis Varoufakis – Interview mit Yanis Varoufakis in Spreezeitung, 26. April 2019
‱ https://www.nd-aktuell.de/artikel/1160141.yanis-varoufakis-wir-befinden-uns-in-einer-postdemokratie.html GesprĂ€ch mit Marta Moneva, 4. Januar 2022

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ ΓÎčÎ±Ï„ÎŻ Îż Î’Î±ÏÎżÏ…Ï†ÎŹÎșης ÎłÏÎŹÏ†Î”Îč Ï„Îż ΓÎčÎŹÎœÎ·Ï‚ ΌΔ έΜα «Μ»: ΀ο αÎčσΞητÎčÎșό πρόÎČληΌα ÎșαÎč η ÎșόΜτρα ΌΔ τη ΎασÎșΏλα ÏƒÏ„Îż Î”Î·ÎŒÎżÏ„ÎčÎșό. In: iefimerida.gr, 28. Januar 2015, abgerufen am 9. MĂ€rz 2020 (griechisch).
cite-note-22. ↑ Tsipras kĂŒrt Gegner der Sparpolitik zum Finanzminister. In: Spiegel Online, 27. Januar 2015.
cite-note-faz-13687214-33. ↑ Varoufakis tritt zurĂŒck. In: FAZ.net. 6. Juli 2015, abgerufen am 6. Juli 2015.
cite-note-44. ↑ Demokratie in Europa: Yanis Varoufakis will in Deutschland fĂŒr die Europawahl antreten. Zeit Online, 25. November 2018; abgerufen am 23. Januar 2019
cite-note-55. ↑ Europawahl 2019: VorlĂ€ufiges amtliches Ergebnis. Bundeswahlleiter, 27. Mai 2019, abgerufen am 27. Mai 2019.
cite-note-66. ↑ mera25.gr
cite-note-zeit-28022015-77. ↑ Rudi Novotny: „Er war immer geradeheraus“ In: Die Zeit, Nr. 7/2015; Interview mit Roy Bailey
cite-note-88. ↑ University of Texas at Austin: Yanis Varoufakis (Memento vom 2. Mai 2015 im Internet Archive)
cite-note-99. ↑ Der explosive Kontakt von Varoufakis zu Papandreou. In: Time of Greece (griechisch).
cite-note-1010. ↑ Russell Shorto: The Way Greeks Live Now. In: The New York Times. 13. Februar 2012.
cite-note-1111. ↑ Yanis Varoufakis: The Global Minotaur. 2011, Buchumschlag.
cite-note-1212. ↑ Mathias Ohanian: Yanis Varoufakis: So tickt der griechische Anti-Merkel. In: Handelszeitung, 31. Januar 2015.
cite-note-1313. ↑ Petros Kostopoulos: Als ich Varoufakis traf. Toratora.gr, Gastkommentar (griechisch).
cite-note-1414. ↑ Peter Steinlechner: Yanis Varoufakis: Griechischer Finanzminister hat fĂŒr Valve gearbeitet. In: Golem.de, 28. Januar 2015.
cite-note-1515. ↑ Valve Economics. (Memento vom 27. Januar 2015 im Internet Archive) Valve Software (englisch).
cite-note-1616. ↑ Valve: Ehemaliger Mitarbeiter wird Griechenlands neuer Finanzminister. In: Playnation.de.
cite-note-1717. ↑ Varoufakis arbeitete in Spielebranche. In: n-tv.de, 28. Januar 2015.
cite-note-1818. ↑ Yanis Varoufakis: ΓÎčÎ±Ï„ÎŻ Î»Î”ÎŻÏ€Ï‰ (griechisch) (deutsch: Warum Ich fehle). In: protagon.gr. 17. April 2012; Neuer griechischer Finanzminister. In: Spiegel Online.
cite-note-1919. ↑ Griechenland schließt staatlichen Rundfunk ERT. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 12. Juni 2013.
cite-note-2020. ↑ Yanis Varoufakis: Griechische Medien: Warum das Staatsfernsehen ERT nicht sterben darf. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. Juni 2013.
cite-note-guardian-2121. ↑ Phillip Inman und Katie Allen: Profile: Greece’s new finance minister Yanis Varoufakis. In: The Guardian. 26. Januar 2015, abgerufen am 2. November 2017 (englisch).
cite-note-nzz-2222. ↑ Marco Kauffmann: Wortgewaltiger Ökonomieprofessor. In: Neue ZĂŒrcher Zeitung. 27. Januar 2015, abgerufen am 2. November 2017.
cite-note-2323. ↑ Homepage yanisvaroufakis.eu: Confessions of an erratic marxist. (Memento vom 26. Februar 2015 im Internet Archive)
cite-note-2424. ↑ Yanis Varoufakis: How I became an erratic Marxist. Guardian, abgerufen am 2. Juni 2015.
cite-note-profil-2015-2525. ↑ Anna Giulia Fink: Yanis Varoufakis: Griechenlands neuer Finanzminister im Interview. In: profil, 27. Januar 2015.
cite-note-spon-2626. ↑ Hauke Janssen: Rettet Europa Griechenland – oder nur die Banken? In: Spiegel Online. 17. Februar 2015, abgerufen am 2. November 2017.
cite-note-2727. ↑ Stuart Holland (* 1940) ist Visiting Professor of Economics an der UniversitĂ€t Coimbra (Portugal), war fĂŒr die Labour Party Mitglied im Britischen Unterhaus und Berater von Jacques Delors; siehe auch en:Stuart Holland.
cite-note-2828. ↑ Yanis Varoufakis, Stuart Holland, James K. Galbraith: A Modest Proposal for Resolving the Eurozone Crisis. Version 4.0. 2013; varoufakis.files.wordpress.com (PDF; 178 kB).
cite-note-handelsblatt-2929. ↑ Dietmar Neuerer: „Merkel-Plan“ soll Griechenland retten. Handelsblatt, 4. Februar 2015, abgerufen am 2. November 2017.
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cite-note-3434. ↑ Meredith Haaf: Die Linke und Israel: der kaum verbrĂ€mte Antisemitismus. 12. Oktober 2023, abgerufen am 17. Oktober 2023.
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cite-note-4040. ↑ «ΑΎΔÎčασΌα» Î’Î±ÏÎżÏ…Ï†ÎŹÎșη από Î€ÏƒÎŻÏ€ÏÎ± Ï€ÏÎżÎ”ÎŸÎżÏ†Î»ÎżÏÎœ τα ÎŽÎčÎ”ÎžÎœÎź MME. In: Ta Nea, 27. April 2015 (griechisch).
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cite-note-4343. ↑ La Grùce peut forcer l’Europe à changer. La Tribune, 20. Januar 2015.
cite-note-bildblog-4444. ↑ Mats Schönauer: Im Zweifel gegen den Griechen. bildblog.de, 4. Februar 2015, abgerufen am 2. November 2017.
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cite-note-spieg-4646. ↑ Peter Maxwill: Das sagte Varoufakis, als er den Stinkefinger zeigte. In: Spiegel Online, 17. MĂ€rz 2015.
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cite-note-4848. ↑ Eurogroup: ÎˆÏ†Ï…ÎłÎ” ÎŒÏŒÎœÎżÏ‚ Ï„ÎżÏ… Îż Î’Î±ÏÎżÏ…Ï†ÎŹÎșης Îź Ï„ÎżÎœ έΎÎčωΟαΜ; (deutsch: Eurogroup. Ging Varoufakis freiwillig oder musste er gehen?) In: protothema.gr vom 27. Juni 2015 (griechisch).
cite-note-4949. ↑ Yanis Varoufakis: Minister No More. Blogpost. 6. Juli 2015, abgerufen am 6. Juli 2015.
cite-note-5050. ↑ Yanis Varoufakis will in Deutschland fĂŒr die Europawahl antreten. Zeit Online, 25. November 2018
cite-note-faz190426-5151. ↑ Im GesprĂ€ch: Yanis Varoufakis: „Ich bin nicht fĂŒr mein Rockstar-Image verantwortlich“. Interview von Oliver Georgi und Jakob Gutmann, FAZ, 26. April 2019
cite-note-5252. ↑ Europawahl 2019 Stimmverteilung. Bundeswahlleiter, 27. Mai 2019, abgerufen am 27. Mai 2019.
cite-note-5353. ↑ Rat. In: Progressive Internationale. Abgerufen am 29. Januar 2022.
cite-note-5454. ↑ Noam Chomsky, Yanis Varoufakis, Carola Rackete und weitere: Aufruf. Grenzen ĂŒberwinden. In: der Freitag. 4. Juni 2020, abgerufen am 29. Januar 2022.
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cite-note-5656. ↑ PalĂ€stina-Kongress: Behörden verhĂ€ngten Einreiseverbot gegen Griechenlands Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis. In: Der Spiegel. 15. April 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 15. April 2024]).
cite-note-5757. ↑ Peter Nowak: Einreise- und Sprechverbote: Deutschland als illiberale Demokratie. In: Telepolis. heise online, 15. April 2024, abgerufen am 15. April 2024.
cite-note-0-5858. ↑ Dietmar Neuerer: Deutsche Behörden verhĂ€ngen Einreiseverbot gegen Varoufakis. In: Handelsblatt. 14. April 2024, abgerufen am 15. April 2024.
cite-note-1-5959. ↑ Baha Kirlidokme: Wirbel bei PalĂ€stina-Kongress: Wohl doch Einreiseverbot fĂŒr Yanis Varoufakis. In: Frankfurter Rundschau. 19. April 2024, abgerufen am 19. April 2024: „Zu Ihrem Mandanten bestand im Kontext einer möglichen Teilnahme als Redner beim PalĂ€stina-Kongress 2024 in Berlin eine Fahndungsausschreibung zur nationalen Einreiseverweigerung gem. § 30 Abs. 5 BPolG i. V. m. § 6 Abs. 1 S. 2 FreizĂŒgG/EU, befristet fĂŒr den Zeitraum der Veranstaltung vom 10. bis zum 14. April 2024.“
cite-note-6060. ↑ Yanis Varoufakis: Die ganze Geschichte. Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment. Verlag Antje Kunstmann, MĂŒnchen 2017, S. 24–26.
cite-note-6161. ↑ ΟÎč ÎłÏ…ÎœÎ±ÎŻÎșΔς ÎșαÎč η Î¶Ï‰Îź Ï„ÎżÏ… ΓÎčÎŹÎœÎœÎ· Î’Î±ÏÎżÏ…Ï†ÎŹÎșη (deutsch: Die Frauen und das Leben des Yanis Varoufakis). In: notosnet.gr; 29. Januar 2015.
cite-note-6262. ↑ James Chessell: Yanis Varoufakis: The Aussie handling Greece’s new deal. In: The Australian Financial Review, 28. Januar 2015.
cite-note-6363. ↑ Liz Alderman: Greece’s Feisty Finance Minister Tries a More Moderate Message. In: The New York Times, 30. Januar 2015.
cite-note-6464. ↑ Website von Vital Space.
cite-note-sz-6565. ↑ Nikolaus Piper: Ökonomie als Kult. SĂŒddeutsche Zeitung, 7. MĂ€rz 2015, abgerufen am 2. November 2017.
cite-note-6666. ↑ Aus den Feuilletons – Weihnachten ist wie Lockdown. Abgerufen am 3. Dezember 2020 (deutsch).
cite-note-6767. ↑ Carole Cadwalladr, @carolecadwalla: ‘Capitalism is dead. Now we have something much worse’: Yanis Varoufakis on extremism, Starmer, and the tyranny of big tech. In: The Observer. 24. September 2023, ISSN 0029-7712 (theguardian.com [abgerufen am 25. September 2023]).